Die Wahrheit über „The Giving Pledge“ – Wie aus Philanthropie die größte Steuerhinterziehung aller Zeiten wurde

Es war etwa um 2010, da hat sich eine Gruppe der reichsten Menschen/Familien der Erde entschlossen, „The Giving Pledge“ zu gründen. Es war eine Gruppe, die sich augenscheinlich der Philanthropie widmen sollte. Mittlerweile ist diese Gruppe auf 141 Personen/Familien angewachsen. Bekannte Personen und Gründer sind: Bill Gates und Warren Buffett. Sie alle haben sich verpflichtet, mindestens 90% ihres Vermögens zu spenden. Und da sie alle Milliardäre sind, reden wir hier auch nicht über kleine Beträge. Nein, wir reden hier von Größenordnungen, die das Jahresbudget eines ganzen Staates verblassen lassen.

Doch was steckt nun hinter The Giving Pledge? Denn mit diesen hohen Beträgen hätte man ja mittlerweile die weltweiten Hungersnöte mehrfach beenden können. Doch in Wahrheit hat sich die Situation drastisch verschlechtert. Und seit diesem Jahr haben wir die weltweit größten Flüchtlingsströme zu beobachten. Also hat The Giving Pledge hier noch nicht gewirkt.

Wer sich mit den Finanzsystemen unserer Welt etwas beschäftigt hat, erkennt sofort, was wirklich hinter The Giving Pledge steckt. „The Giving Pledge“ ist nichts weiter als die größte Steuerhinterziehung aller Zeiten!!!

Ich möchte euch das natürlich auch erklären. Denn viele von euch denken sicherlich, diese reichen Menschen spenden ihr Vermögen, in dem sie es gemeinnützigen Organisationen geben. Aber dem ist nicht so, nicht mal im Ansatz. Erstens geben sie ihr Vermögen nicht heute, nicht morgen, nicht in einem Jahr oder in 10 Jahren weg, sondern sie transferieren es Jahr für Jahr ihr Leben lang. Beim aktuellen Beispiel Mark Zuckerberg sind das 45 Jahre lang Aktien immer im Wert von einer Milliarde Dollar pro Jahr. Das heißt in etwa, zum Zeitpunkt seines Todes wird er dieses Vermögen transferiert haben. Doch wohin geht’s? Zuckerberg hat dazu eine eigene private Stiftung Namens „Chan Zuckerberg Initiative“ gegründet, über die nur er und seine Frau voll und ganz bestimmen können. Das heißt, er hat weiterhin die volle Kontrolle über dieses Vermögen, und kann bestimmen, wofür es eingesetzt werden soll. So heißt es dann „zur Förderung von individualisiertem Lernen, der Krankheitsbekämpfung, dem Vernetzen von Menschen und dem Aufbau von Gemeinschaften mit starkem Zusammenhalt“.

Allein der letzte Punkt sagt es schon aus, dass er mit der Stiftung sogar sein eigenes Unternehmen unterstützen kann. Und bei den anderen Punkten werden wir im Portfolio Zuckerbergs ebenfalls fündig. Ergo von Philanthropie keine Spur.

Aber hier ist die Geschichte längst nicht beendet, denn diese kleine Spendenaktion hat für Zuckerberg eine positive Nebenwirkung. Durch die jährliche Stückelung, braucht Zuckerberg sein Leben lang nie wieder Steuern zahlen müssen. Und das kommt ihm sehr gelegen, denn an einem kleinen Rechenbeispiel wird deutlich warum er es so stückelt. 2012 musste Zuckerberg etwa rund 500 Millionen Dollar Steuern zahlen, um dieser Steuerpflicht nachkommen zu können hat er in Voraussicht der nächsten zwei Jahre Aktien im Wert von 1,5 Milliarden Dollar verkauft. Gehen wir davon aus, das er auch 2013 und 2014 ähnlich hohe Steuern zahlen musste, sind diese 1,5 Mrd. rechnerisch aufgebraucht. Er müsste also dieses Jahr abermals Aktien verkaufen, um seiner Steuerpflicht nachzukommen. Doch mit der so genannten Spende entgeht er dieser Pflicht. Zuckerberg gewinnt also Geld statt es zu verlieren. Und da sein Vermögen stetig wächst, würde seine Steuerpflicht ebenfalls Jahr für Jahr immer größer werden. Wie hoch nun letztendlich die Summe wäre, die er dem US-Staat bis an sein Lebensende zahlen müsste, ist nur abschätzbar, aber es wird ein zweistelliger Mrd. Betrag.

Nun kann man noch über die Steuerpflicht der „Chan Zuckerberg Initiative LLC“ diskutieren, aber klar ist, dass es hier durch Investitionen, Reinvestitionen und Ausschüttungen genügend Spielraum gibt, auch hier der Steuerpflicht zu entgehen. Also genauso wie bei jeder normalen Firma. Es ist doch hier egal, ob wir von google, ebay, Amazon oder eben der „Chan Zuckerberg Initiative LLC“ reden.

Bedenken wir, dass The Giving Pledge 141 Mitglieder hat, die allesamt das Gleiche treiben, könnte man schnell eine Rechnung aufmachen, die aufzeigt, welche Summen dem US Staat jährlich entgehen. Und ja, trotz dessen geben die USA über die Hälfte ihres Jahreshaushaltes in ihr Militär. Macht es das nun besser? Nein! Denn man kann negative Punkte nicht einfach wie in der Mathematik mit anderen negativen Punkten revidieren, das ist nur Schönrederei, so wie es Deutschlands Blogger Nummer 1 Sascha Pallenberg gerade tut. Von ihm kam ja die Lobeshymne über Zuckerberg, ohne dass er sich mal mit The Giving Pledge auseinander gesetzt hat.

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