Visionen: Eine Zukunft des Individualverkehrs

Wie wird der Verkehr auf Deutschlands Straßen in Zukunft aussehen? Werden wir in einer Smogwolke im Stau stehen wie in China, oder wird es überhaupt keinen Individualverkehr mehr geben? Und sollte es noch welchen geben, wie sehen die Antriebssysteme aus, vor allem da wir wissen, dass wir bald kein Öl mehr haben werden bzw. es nur noch wenig gibt und noch weniger förderfähig ist.

Da ein Umstieg, der unweigerlich kommen wird länger dauert, ist es zum Beispiel jetzt nötig, sich Gedanken zu machen, was etwa 2050 sein wird. Aber auch bis dahin sind Interimslösung schon 2020 umzusetzen. Denn eines, was man bereits 2020 umsetzen sollte, ist eine Regelung für Neuzulassungen. Eine, die verpflichtet, dass alle Neuwagen mindest eine Umweltkomponente zu verbauen haben. Diese kann vielseitig sein, ein Thema werden Biotreibstoffe sein, ein anderes hybride Antriebssysteme. Eines aber muss im Vornherein klar sein, es kann nur einen Energiemix geben, keine einzige Zukunftsvision ist alleinig realistisch umsetzbar. Elektro, Wasserstoff, Biotreibstoff, Hybrid etc. kann nur zusammen ein Teil des großen Ganzen sein.

Konkret sollten ab 2020 alle Benziner auch mit Ethanol und alle Diesel mit Bio-Diesel betankbar sein. Auch der Einsatz von Autogas und Erdgas ist aktuell eine Option, hier bedarf es aber viel mehr Zapfsäulen, die auch tatsächlich in Betrieb sind. Denn genau da hapert es zur Zeit. Und spätestens dann brauchen wir ein riesiges Ausbauprogramm für Elektrofahrzeuge. Normalerweise würde dass heißen, wir brauchen viele hunderttausend Ladesäulen. Aber ich will eigentlich keine einzige Säule sehen. Denn zum Aufladen braucht man keine Säulen, die Säulen haben eigentlich nur eine Aufgabe, die des Abkassierens. Auch wenn dann Unmengen an Ladekabel rumliegen, oder hängen, das kann nicht Zukunft sein.

Hier also (m)eine Vision:
Eine Zukunft wird induktives Laden sein, sowohl auf dem Parkplatz, als auch auf der Straße. Anfangen könnte man mit den Hauptstraßen, auf denen auch der Linienverkehr unterwegs ist, der ebenfalls mit induktiven Ladesystemen ausgestattet sein wird. Selbst die Hallesche HAVAG hatte sogar mit Straßenbahnzügen an einer Testphase teilgenommen. Ja, sogar Straßenbahnen können mit Induktionstechnik betrieben werden. Das Einbringen von dieser Technik in die Straße hat kaum einen Aufwand und ist fast überall einsetzbar. Auch muss hier nicht lückenlos gearbeitet werden, denn Akkus als Zwischenspeicher gehören hier auch dazu. Aber zum Zwischenspeichern braucht man nicht mal im Ansatz so viele Zellen wie bei einem klassischen Elektroauto. Und genau dieser Fakt ist wichtig, denn unser Planet Erde hat nicht genug Rohstoffe, um alle Verbraucher mit Akkus auszustatten. Und für Langstrecken kommt noch ein Hybridsystem hinzu. Ein kleiner Verbrennungsmotor erzeugt den nötigen Strom für den Elektromotor, der das Fahrzeug antreibt.

Wer jetzt noch fragt, und wie sollen dann die Stromkosten beglichen werden? Dies kann direkt über das Induktionssystem erfolgen, denn diese Technik haben wir längst und wird zum Beispiel beim Codieren und Steuern von Modelleisenbahnen genutzt.

Das heißt, die Technik haben wir in jeder Hinsicht, daran sollte die Umsetzung also nicht scheitern. Und wenn wir heute anfangen, haben wir sogar eine Möglichkeit, Arbeitslosigkeit abzubauen, denn das Alles muss ja auch aufgebaut und gewartet werden.

Nun noch ein Wort zum Wasserstoffantrieb: Zwar haben wir diese Technik bereits, aber diese ist aktuell zu unwirtschaftlich, da man zur Herstellung von Wasserstoff einfach zuviel Energie braucht, und das steht nicht im Verhältnis zum Nutzen. Vielleicht ändert sich dieser Fakt in ein paar Jahren, und der Wasserstoffantrieb ist eine echte Option.

Aber man muss es auch wollen, denn die Mineralölbranche ist noch immer jene, die mit Abstand am meisten verdient.

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