Der Vorwurf: Abitur-Dumping

Josef Kraus (Präsident des Deutschen Lehrerverbandes) beschuldigt einige Bundesländer, dass diese ihre Abiture regelrecht verscherbeln. Sie setzen ihre Maßstäbe zu gering an und würden gute Noten so leichtfertig vergeben. Ich bin gerade richtig wütend, denn dass der Vorwurf ausgerechnet aus Bayern stammt, ist unerträglich. Denn gerade in Bayern ist es nachweisbar so, dass das Bildungsniveau zu gering ist.

Ich habe bereits darüber geschrieben, dass die Abiturprüfungen in Bayern im Vergleich zu anderen Bundesländern zu leicht sind. Und nun kommt ausgerechnet aus diesem Land diese ungeheuerliche Anschuldigung(?), dass in Berlin, Thüringen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen das Niveau zu lasch sei. Es kann doch nicht sein, dass ausgerechnet das Land, welches hier am meisten manipuliert, zum Ankläger wird. Und auch ausgerechnet der Mann anklagt, der von einem PISA-Schwindel spricht. Wo doch ausgerechnet Bayern bei der PISA Studie manipuliert.

Eines ist klar: Unser jetziges Schulsystem stammt noch fast aus dem Mittelalter, genauer gesagt aus dem 17. Jahrhundert, und gehört umfangreich reformiert. Die Kleinstaaterei im Schulsystem fördert doch erst regionale Manipulationen, wie sie in Bayern nachweisbar stattfinden. Und ausgerechnet ist es das Land Bayern, das sich querstellt beim Thema Zentral-Abitur.

Meiner Meinung fürchtet Bayern um seine Stellung an der Bildungsspitze, oder tatsächlich noch aufzufliegen. Denn bisher heißt es ja: Die besseren Abiturienten kämen aus Bayern. Dadurch haben diese einen Vorteil bei der Job-Auslese, und es entsteht dadurch derzeit eine Schieflage von Nord nach Süd bei besetzten Stellen und somit bei den Arbeitslosenzahlen. Nebenbei möchte ich anmerken, dass die Bundesagentur für Arbeit aus Nürnberg geführt wird, und nicht aus Berlin.

Wer Eins und Eins zusammenzählt, sollte bemerken, dass Bayern sich gerade an Deutschland gesund stößt. Und da ist unser Bildungssystem nur ein Indikator.

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