Sharing Economy: Schattenwirtschaft mit großem Gefahrenpotential

Teilen ist ohne Frage eine gute Sache, aber kommt noch der ökonomische Faktor hinzu, wird aus einer guten Sache eine in sich gekehrte Perversion. Denn dann bedeutet diese Schattenwirtschaft eine große Gefahr für die normale Wirtschaft.

Teilen kann man vieles, sein Fahrrad, das Auto, ein Bett oder eine ganze Wohnung. Ja, sogar das Essen und seine Arbeitskraft. Und da hört es nicht auf, sondern beginnt es erst richtig. Denn die Möglichkeiten der Idee des Teilen ist unvorstellbar groß. Und so lange Teilen nur ein Zusatzangebot bleibt, ist alles im Rahmen. Aber sobald jemand daraus ein Geschäftsmodell macht, wird es eine Konkurrenz zur normalen Wirtschaft und bringt diese in Gefahr.

In den sozialen Medien versteht man unter Teilen das Weiterleiten von Informationen oder von Medien wie Audio, Bild und Video. Diese virtuelle Form des Teilens translatierte schnell in unsere reale Welt. Eines der ersten Dinge, die geteilt wurden, war das Auto via Car-Sharing (z.B. Teilauto). Seitdem hat das Teilen stark an Fahrt aufgenommen, so entstand die Idee, man könne auch Mitgliedern einer Gemeinschaft Unterkunft anbieten. Und so entstand AirBNB. Oder man könnte auf Fahrten, die man sowieso vor hat, andere Mitglieder der Gemeinschaft auf seine Reise mit nehmen, falls diese das selbe Ziel haben, so entstand Uber. Doch irgendwann war es nicht mehr nur eine Gemeinschaft (Community). Irgendwann gab es nur noch Anbieter und Interessenten, die das Angebot annehmen, und es wuchs ein weltweites Netzwerk.

Mittlerweile existieren viele dieser global ausgeuferten Netzwerke. Sie sind bereits so groß, dass sie nicht mehr einfach nur eine Alternative darstellen, sondern dass sie Marktführer eine Branche geworden sind. Und damit stellen sie eine Gefahr für die bisherige Wirtschaft dar, denn da, wo es für die Wirtschaft Regeln gibt, existieren bei den Sharing Netzwerken quasi keine Regeln. Und da, wo doch welche da sind, dienen diese eher dem Unternehmen, das mittlerweile dieses Sharing-Angebot betreibt. Nicht umsonst werden diese Netzwerke scharf kritisiert, denn sie nehmen mittlerweile z.B. Wohnraum und Arbeitsplätze weg.

Einige meinen, dass ist die Zukunft, und viele Kickstarter stehen bereits in den Startlöchern. Aber wo Arbeit zum Leben wird und Privatsphäre zum Fremdwort wird, birgt all das auch noch eine zweite Gefahr, eine Gefahr für unser Sozialgefüge. Denn dieses erkrankt dadurch und beeinflusst auch unsere Gesundheit. Für eine gewisse Zeit können wir das Alles sogar gut weg stecken, aber wenn wir dann niemals mehr abschalten können und quasi ständig unseren Job machen, führt das irgendwann zum Kollaps. Daher ist Trennung von Arbeit und Privatleben ein unerbittliches MUSS!

Ergo darf Sharing Economy kein Zukunftsmodell werden, denn sie gefährdet unser aller Wohl. Dann heißt es besser „Back to the routs“, denn nicht alles, was wir umsetzen könnten, sollte man umsetzen. Und ich denke hier haben wir Menschen erstmals die Wahl, etwas nicht zu machen. Dabei ist diese Wahl nicht mal ein Verlust, sondern als Gewinn zu betrachten.

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